Erster Örtzelachs seit 75 Jahren - stimmt Wiederansiedlungsprojekt optimistisch
Aller-Oker-Lachs-Gemeinschaft (AOLG) blickt optimistisch in die Zukunft
Bei einer der regelmäßigen Kontrollbefischungen durch die AOLG wurde erstmalig seit 1935 ein Lachrückkehrer festgestellt. Nach 5 Jahren Besatzbemühungen stellte sich nun der 1. Erfolg ein. Bei einer Elektrobefischung in der Örtze, die unterhalb von Celle in die Aller mündet, wurde dieser außergewöhnliche Fang gemacht. „Die Besatzgewässer der AOLG sind über ein großes Gebiet verstreut dies vergrößert die Chancen auf Rückkehrer für das gesamte Ansiedlungsprojekt“ berichtet Stefan Ludwig der das Elektrofischen leitete.
„Wir werden solche Fische für die Vermehrung in einer Brutanlage in Gronau bei Hannover abstreifen um in dieser Phase mehr Lachseier aufzuziehen als unter natürlichen Bedingungen aufkommen würden“, so Ludwig weiter.
Das 65 cm lange Lachsweibchen das jetzt gefangen wurde bildet einen Meilenstein für das Einzugsgebiet der Aller denn seit 1935 ist dies der erste verbürgte Fang eines Lachses oberhalb der Leinemündung. Herrmann Röhrs vom FV Örtztal-Baven „Ich bin immer noch ganz happy über diesen schönen Fisch!“
Die Verbesserung der Wanderrouten in den vergangen Jahren in der Unteraller und durch die häufigen Regenfälle, in den letzten Wochen blicken die Naturschützer verhalten und optimistisch in die Zukunft, denn dadurch werden die Hindernisse für Lachse leichter passierbar.
Allerdings hatte auch dieser Fisch eine Schnittverletzung am Maul was darauf hindeutet, das er mit der Turbine einer Wasserkraftanlage Bekanntschaft gemacht haben könnte. Lachse versuchen auf ihrer Wanderung zu den Laichplätzen immer der Hauptströmung zu folgen die leider oft durch Wasserkraftanlagen führt. Dieser Fisch jedoch war fit genug und sorgt nun hoffentlich für reichlich Nachwuchs für die Besatzgewässer der AOLG. |